Klimawandel ist auch eine Frage der Gerechtigkeit

Der bundesweite Weltladen-Dachverbandes fordert in einer öffentlichen Erklärung die Bundesregierung auf, sich bei den Verhandlungen in Kopenhagen konsequent für ein global gerechtes und allseits verbindliches Klimaabkommen einzusetzen.

Angesichts der wieder wachsenden Zahl hungernder Menschen (weltweit hungern über eine Mrd. Menschen) unterstützt  der Verein Weltladen Neu-Isenburg e.V. diesen Aufruf.

Klimawandel ist auch eine Frage der Gerechtigkeit zwischen Nord und Süd und er wird die dramatische Ernährungssituation in den Entwicklungsländern weiter verschärfen. Der bevorstehende Klimagipfel in Kopenhagen stellt die Weichen für die künftige internationale Klimapolitik und damit die Existenz vieler  Menschen.

 

Verbindliche Zusagen zum Klimaschutz dringend notwendig

Die Industrieländer haben gegenüber den Entwicklungsländern eine große Verantwortung.

Sie müssen die Folgen des Klimawandels reduzieren und Anpassungsmaßnahmen

realisieren. Die Vorbereitungen zum UN-Klimagipfel in Kopenhagen geben wenig Grund zur Hoffnung. Umso ambitionierter müssen sich die Regierungschefs in der dänischen Hauptstadt für einen umfassenden Klimaschutzvertrag einsetzen. „Die Zeit drängt. In Kopenhagen müssen endlich verbindliche Regelungen getroffen werden. Schon jetzt leiden weltweit viele Menschen unter den Konsequenzen des Klimawandels. Die politisch Verantwortlichen müssen ihre kurzfristigen Eigeninteressen zurückstellen und entschieden und engagiert die globale Wende herbeiführen!“, fordert Maria Gubisch, Vorstandsvorsitzende des Weltladen-Dachverbandes.

Förderung von Kleinbauern – Eine wichtige Investition in die Zukunft

Die Hauptleidtragenden des Klimawandels sind Kleinproduzent und Kleinbauern in ländlichen  Regionen des Südens. Sie haben wenig zum Klimawandel beigetragen, sind von den Folgen

jedoch am stärksten betroffen. Ihre Ernährungssicherheit, ihre Trinkwasser­versorgung, ihre Häuser und ihre Existenz sind ernsthaft bedroht. Klimawandel ist auch eine Frage der Gerechtigkeit zwischen Nord und Süd. Die Entwicklungsländer müssen bei den Verhandlungen in Kopenhagen unbedingt Gehör finden und konsequent unterstützt werden.

Kampagnen für Ernährungssicherung in Zeiten des Klimawandels

Fairer Handel unterstützt die Menschen in Entwicklungsländern dabei, sich an die Folgen

des Klimawandels anzupassen. Deutsche und andere europäische Weltläden haben im

Rahmen der Kampagne „Fairer Handel schafft gutes Klima“ in den letzten zwei Jahren auf

die Zusammenhänge aufmerksam gemacht. Auch mit ihrer neuen Kampagne „Öko + Fair

ernährt mehr! Eine Kampagne für zukunftsfähige Welternährung“ behalten die Weltläden die aktuelle Klimaentwicklung kritisch im Blick. Sie betonen die Wichtigkeit, kleinbäuerliche und ökologische Landwirtschaft in Entwicklungsländern zu stärken, damit sich die Menschen gegen die Folgen des Klimawandels schützen und Ernährungssouveränität erreichen können.

 

Weltladen Neu-Isenburg e.V