Nachhaltiges Wachstum im bundesdeutschen Fairen Handel

Vor wenigen Tagen teilten die Mitglieder des deutschen Fairen Handels auf einer großen Pressekonferenz  in Berlin ihre Entwicklungszahlen mit – als Fazit lässt sich sagen, dass dem Fairen Handel trotz Krise ein nachhaltiges Wachstum gelungen ist. Fairness steht bei den Deutschen weiter hoch im Kurs: Verbraucherinnen und Verbraucher greifen immer häufiger zu fair gehandelten Produkten. 2008 gaben sie insgesamt 266 Mio. Euro dafür aus, 38 Prozent mehr als im Vorjahr.

„Nachhaltiges Wirtschaften ist auch in der Krise erfolgreich“, sagt  Dr. Hans Christoph Bill,

Vorsitzender des Forum Fairer Handel e.V., über die positive Absatzentwicklung. Er be-tont: „Gerade jetzt stellt der Kauf fair gehandelter Produkte für die Produzenten eine enorme Unterstützung dar!“ Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise trifft Kleinbauern besonders hart. Sie leiden unter steigenden Preisen für Nahrung, Brennstoffe und Dünger, während der Zugang zu Krediten sich zugleich erschwert hat. Der Faire Handel bietet seinen Handelspartnern neben langfristigen Lieferbeziehungen und fairen Preisen eine Vorfinanzierung, wichtige Vorteile in der aktuell schwierigen Situation.

Ein großer Teil dieser positiven Entwicklung geht darauf zurück, dass in vielen Super-märkten und sogar bei Discountern inzwischen auch eine Reihe fair gehandelter Produkte angeboten werden.

Die Weltläden sehen sich dabei als „Fachgeschäfte des Fairen Handels“ an  -  die Aus-wahl an fair gehandelten Lebensmitteln und Kunsthandwerk ist wesentlich größer und  die Weltläden wollen die Kunden zudem über die Produkte, den Handel und die Situation in den Entwicklungsländern auf vielfältige Weise informieren  -  und Sie können bei uns auch gleich ein Stückchen  feine Schokolade oder eine Tasse Cappuccino probieren.