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Eine andere Welt ist möglich Kampf um Amazonien
Dokumentarfilm über das Weltsozialforum 2009 in Belém/Brasilien und den Kampf der Indianer gegen die Zerstörung des Amazonas-Urwaldes durch Globalisierung und neue Riesenstaudämme anschl. Diskussion mit dem Filmemacher Martin Keßler
Freitag, 17. September – 19.30 Uhr, Cineplace Beethovenstr. 89a
Vorher ab 18 Uhr: „Happy Hour“ zur Fairen Woche 2010
Open-Air-Verkostung von Reis und Soßen aus der großen Produktpalette des Weltladens unter dem Dach des Jugendcafés
Der Dokumentarfilm von Martin Keßler hatte im Oktober 2009 in Berlin Premiere. Der Regisseur und Autor führt zu Beginn des Abends in seinen Film ein und steht im Anschluss für Fragen und Diskussionsbeiträge zur Verfügung.
Inhalt des Filmes
Schon in den 70er Jahren hieß es, der Bau des Staudammprojektes „Belo Monte“ am Fluss Xingu in Amazonien sei beschlossene Sache - doch die indigene Bevölkerung sagte damals wie heute nein. Dass es dabei um ihr Überleben geht, dokumentiert der Film präzise und nachvollziehbar. Er zeigt Gegensätze auf:
das noch in der Natur belassene Leben, das trotz oder gerade wegen seiner Fremdartigkeit Faszination ausstrahlt und demgegenüber die Auswirkungen dort, wo Konzernmultis zerstörte Flächen hinterlassen haben. Die Kamera richtet den Fokus auf Gegenden, wo ungebrochener Wachstumsglaube und Profitgier unermesslichen Schaden angerichtet haben.
Wir sehen einen ehemaligen Fischer, der zu den rund 25 000 Geschädigten eines Riesenstaudammes gehört: Weil Fischgründe durch Austrocknung vernichtet sind, muss er sich als Gelegenheitsarbeiter durchschlagen und mit seiner Familie in einer Elendsbehausung wohnen. Im Film lernen wir die Widerständigen und Mutigen kennen: den Häuptling José Carlos vom Stamm der Arara, der im Januar 2009 aus seinem Urwalddorf Terra Wanga zum Weltsozialforum nach Belém reiste, um dort auf die Bedrohung durch das Staudammprojekt aufmerksam zu machen, das die Lebensgrundlage Tausender von Flussanwohnern am Xingu zerstören würde.
Und wir sehen Tuira Kayapo, legendäre Heldin des indigenen Widerstandes gegen das verhasste Mammutprojekt des Konzerns Elektronorte. Schon 1989 hatte sie dessen Repräsentanten José Antonio Muniz mit einer Machete attackiert.
Rund 3000 Menschen aus aller Welt sind Anfang 2009 zum Weltsozialforum in die Amazonashauptstadt Belém gekommen, um für den Erhalt des Urwaldes zu streiten und für die Idee von einer anderen Welt. „Helfen kann uns nur noch internationale Unterstützung“, sagt Häuptling José Carlos, „deswegen sind wir hier“.
Veranstaltungsrahmen
Die Film- und Diskussionsveranstaltung ist ein Beitrag zu den Interkulturellen Wochen im Kreis Offenbach, zur Neu-Isenburger Woche der Toleranz und Mitmenschlichkeit und der bundesweiten FAIREN WOCHE, die unter dem Motto steht: Fair schmeckt mir!
