Vom 17. Bis 20. Mai 2019 besucht eine Delegation aus dem Atwima District in Ghana Neu-Isenburg. Atwima liegt in der Nähe der großen Stadt Kumasi im Zentrum von Ghana. Der Besuch erfolgt im Anschluss an ein internationales Treffen von Kommunen aus dem globalen Süden und der Bundesrepublik. Das Treffen, an dem auch Stadtrat Wölfing teilnehmen wird, wird vom Bundesentwicklungsministerium finanziert und vom Deutschen Städtetag unterstützt. Das zentrale Thema der Konferenz ist die Zusammenarbeit von Kommunen des globalen Südens und des globalen Nordens zum Thema Klimaschutz.

Am Freitag, dem 17. Mai ab 19:00 Uhr in der Bansamühle lädt der Weltladen Neu-Isenburg die Delegation zu einem gemeinsamen Abend ein. Die Kochgruppe des Weltladens sorgt für Verpflegung. Am Samstag, dem 18.5. um 11:00 Uhr besucht die Delegation den Weltladen. Dort wird unter anderem über die von vielen Weltläden vertriebene Schokolade „fairafric“ informiert.  Während die internationalen Konzerne in Ghana lediglich den unverarbeiteten Kakao kaufen und die Schokolade in den Industrieländern herstellen, wird die Schokolade „fairafric“ vollständig in Ghana produziert und in Deutschland und Österreich verkauft. Produktion und Vertrieb werden von einem Start-up in Deutschland organisiert. Durch die Produktion in Ghana können dort viel bessere Preise für den Kakao erzielt, Fachkräfte ausgebildet und höhere Löhne gezahlt werden.

Klimaschutzdezernent Wölfing, der auch im Vorstand des Weltladen-Vereins in Neu-Isenburg ist, betont: „Klimaschutz ist eine globale Aufgabe. Ich finde es spannend zu verstehen, wie ein afrikanisches Land das Thema Klimaschutz anpackt und welche Auswirkungen die Klimaveränderungen auf das Land haben. Fairer Handel, faire Arbeitsbedingungen und faire Aufgabenverteilung beim Klimaschutz sind zentrale Aufgaben zur Sicherung der Zukunft unserer Kinder und Enkel. Afrika ist uns näher als wir oft denken.“ Und Bürgermeister Hunkel ergänzt: „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir Begegnungen mit Kommunen aus Afrika oder anderen Ländern des globalen Südens brauchen. Die persönliche Begegnung schafft ein besseres Verständnis für unsere global gewordene Welt. Dieses Verständnis ist auch für das gute Miteinander in unserer Stadt wichtig.“